|
|
|
 |
 |
 |
 |
1.1. ELBERFELD 1887-1901 |
 |
|
|
1.1. Schulzeit und Eintritt in das Atelier von Ernst Meckenstock (1895 - 1901) Friedrich, Wilhelm, Heinrich Deffke wurde am 23. April 1887 in Elberfeld/Preußen als Sohn des Stallmeisters und Kutschers Friedrich Deffke und der Gertrude Deffke (geborene Becker) geboren (1). Deffkes Eltern waren vor 1887 aus Ostpreußen nach Elberfeld gekommen. Der Vater arbeitete hier für den Elberfelder Fabrikanten und Kaufmann, Kommerzienrat Rudolf Baum, der vermutlich in der Textilbranche tätig war (2). Deffke besuchte in Elberfeld etwa ab 1895 eine evangelische Volksschule sowie im Anschluß daran bis Ostern 1901 eine Mittelschule (3). Ein schwerer Arbeitsunfall des Vaters im Jahr 1898, der diesen zum Invaliden machte, führte dazu, daß Deffke aufgrund des verringerten Einkommens des Vaters nicht wie geplant das Gymnasium besuchen konnte (4). Am 1.4.1901 erfolgte daher Deffkes Eintritt als Gehilfe in das "Atelier für Musterzeichnen und Patronieranstalt" von Ernst Meckenstock in Elberfeld. Damit schlug er einen für die Region traditionellen Ausbildungsweg ein, da die in Elberfeld und Umgebung ansässige Textilindustrie mit der wichtigste Arbeitgeber war (5). Meckenstock war gleichzeitig als Hilfslehrer für den Abend- und Sonntagsunterricht an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule, Elberfeld, in der Abteilung für Patroneure und Weber angestellt und unterrichtete die Fächer Musterausnehmen und Patronieren (6). Da Meckenstock bei Deffke vermutlich eine überdurchschnittlich zeichnerische Begabung feststellte, lag es nahe, ihm den Besuch der Elberfelder Kunstgewerbeschule anzuraten.
|
Anmerkung 1)
|
|