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11. NACHKRIEGSZEIT 1946-1950 |
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11. Die Jahre 1946 - 1950 Anfang 1946 wurde Deffke wieder als Direktor der Kunstgewerbeschule Magdeburg, die jetzt Meisterschule für das gestaltende Handwerk hieß, eingesetzt.(146) Die im Krieg fast völlig zerstörte Schule bot kaum die Voraussetzungen für einen geregelten Unterrichtsbetrieb. Die Arbeit beschränkte sich daher auf
"Sammeln der Lehrkräfte und der verbliebenen Sachwerte, notbehelfsmäßige Herrichtung der Räume, Wiederaufnahme des Unterrichts unter schwierigsten Bedingungen: Fortsetzung der Ausbildung qualifizierter Handwerker, daneben Übernahme von Aufgaben zur handwerklichen Beschulung von Körper-Versehrten und lehrstellensuchenden [!] Jugendlichen."(147) Deffke hatte die Stelle in Magdeburg unter der Bedingung angenommen, dass er sich in erster Linie der Fortsetzung der Forschungsarbeit an seinem Projekt 'Grammatik der Formensprache' widmen könne (WVZ Nr.64). Dieses konnte unter den oben angedeuteten personellen und wirtschaftlichen Bedingungen nicht verwirklicht werden.(148) Er bemühte sich bei Erich Weinert, Berlin, Walter Gropius, USA und der Kammer der Kunstschaffenden der Sowjetischen Besatzungszone, Berlin, um Unterstützung für sein Projekt.(149) Da Deffke im November 1947 den ersten von mehreren Schlaganfällen erlitt, in deren Folge er nur noch sehr eingeschränkt künstlerisch tätig sein konnte, kamen die Bemühungen nicht über das Stadium der Kontaktaufnahme hinaus.(150) Der heute noch nachweisbare Teil der Arbeitsunterlagen lässt eine Aussage über den bis 1945 erreichten Forschungsstand seines Projekts nicht zu.
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Kurz vor dem ersten Schlaganfall hatte Deffke Mitte 1947, zusammen mit Schülern und Lehrern der Meisterschule, die Ausstellung "Magdeburg lebt" im Städtischen Museum Magdeburg gestaltet (WVZ Nr.285-288). In einer Phase relativer Genesung Anfang und Mitte 1948 entwarf Deffke für die Große Kunstausstellung Sachsen-Anhalt in Halle zwei Plakate (WVZ Nr.221, 222). Dieses sind seine letzten, nachweisbaren Arbeiten. Er bemühte sich allerdings im Sommer 1948 erneut um Aufträge der Firmen "Busag, Reemtsma, Dühring", deren Zustandekommen aber unwahrscheinlich ist.(151) Traute Deffke schrieb, dass eine kleine Zigarettenfirma und eine Schokoladenfabrik die einzigen westdeutschen Auftraggeber zu dieser Zeit gewesen seien.(152) Deffke beabsichtigte 1949, zusammen mit seinem früheren Mitarbeiter Kurt Wissel, in Berlin wieder ein Atelier aufzubauen. Er konnte jedoch aufgrund seines angegriffenen Gesundheitszustands praktisch und organisatorisch nur wenig dazu beitragen. Es war geplant, auf den umfangreichen Bestand der im Zeitraum 1933 - 1945 entstandenen und nicht verkauften Signet-Entwürfe (s.o.) zurückzugreifen. Der Versuch Wissels, nach Deffkes Tod das Atelier alleine weiterzuführen, scheiterte.(153) Kurz vor Deffkes Tod, am 28. August 1950, wurde ihm auf Betreiben des Berliner Oberbürgermeisters Ernst Reuter, der ihn aus der Magdeburger Zeit gut kannte, am 18.3.1950 der Berliner Kunst-Preis - für das Gebiet der Graphik - der Jubiläumsstiftung 1848/1948 verliehen.(154) Diese Auszeichnung konnte Deffke nicht mehr persönlich entgegennehmen.(155)
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Anmerkung 146)
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