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4. SCHULE REIMANN 1910-1912 |
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4. Lehrer an der Schule Reimann in Berlin (1910 - 1912) Deffke begann nach eigenen Angaben am 1.4.1910, unmittelbar nach seinem Weggang aus dem Atelier Behrens, mit der Lehrtätigkeit an der privaten Schule für Freie und Angewandte Kunst von Albert Reimann in Berlin, die er bis Herbst 1912 ausübte. Im Auftrag von Reimann entstanden einige gebrauchsgraphische Arbeiten (WVZ Nr.30, 56, 95, 233, 344, 634, 672); zusätzlich betätigte er sich als freier Graphiker (WVZ Nr.449-451).(61) Die Fächer, die Deffke vor Ende 1911 an der Schule unterrichtete, lassen sich nicht genau nachweisen. Ein Schwerpunkt dürfte der Unterricht in der Batiktechnik gewesen sein. Reimann hatte 1908 eine "Werkstatt zur Erneuerung der alten Batiktechnik" eröffnet; zudem hatte er im selben Jahr einen von ihm entwickelten Batikstift patentieren lassen und eine internationale Batikausstellung veranstaltet.(62) Bereits 1908/1909 war ein ehemaliger Mitschüler Deffkes an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Elberfeld, der Maler und Zeichner Gustav Bense, als Lehrer für Batiktechnik an die Schule Reimann gekommen. Hier führte er die speziellen Batiktechniken Loebers ein (siehe Kapitel 1, 1.3.). Erst für die Zeit ab Ende 1911 existiert ein Programm der Schule Reimann mit präzisen Angaben zu Deffkes Lehrtätigkeit. Demnach unterrichtete er im sogenannten Atelier-Unterricht das Fach "Kunstgewerbliches Entwerfen ...[und] ... Musterzeichnen":(63) III. Kunstgewerbliches Entwerfen. Ornament entwickeln aus geometrischen und linearen Urmotiven und auf Grund der Naturstudien. Entwerfen von Flachmustern (Tapeten, Stickereien, Buchschmuck etc.) und kunstgewerbl. Gegenständen (Schmuck, Metallgerät, Möbel etc. Batik auf Papier, Pergament, Leder, Stoff, Holz, Metall, Linoleum, Marmor, Lithographiestein usw. Graphik. Linoleumschnitt, Holzschnitt (Handabzüge), Radierung, Lithographie. Schrift. Schreibschrift, Zierschrift, angewandte Schrift (alle alten und modernen Schriftarten), Vergolden. Maler W.H.Deffke.(64) Im sogenannten Werkstatt-Unterricht unterrichtete er zusammen mit anderen Lehrern das Fach "Batiken":
X. Batiken auf Baumwolle, Wolle, Samt, Seide, Leinen und anderen Stoffen, auf Leder, Linoleum, Holz und Metall nach eigener vereinfachter Methode. Färben. Beizen. (für Amateure siehe No. XV, Seite 9). Albert Reimann - W.H.Deffke - Leo Schneider - Willy Ipscher Kunstbuchbinder Karl Bültmann.(65) Gleichzeitig war Deffke künstlerischer Leiter der am 1.10.1911 neueröffneten Fachwerkstatt für Buchbindekunst. Der entsprechende Unterricht fand im Rahmen des oben erwähnten "Atelier-Unterricht[s] ... Kunstgewerbliches Entwerfen" statt. Die fachliche Leitung hatte Karl Bültmann, ein ehemaliger Mitschüler Deffkes an der Kunstgewerbeschule in Elberfeld.(66) Wohl ab Frühjahr 1912 war Deffke, bis zum Verlassen der Schule im Herbst desselben Jahres, Leiter der neu gegründeten Klasse für Gebrauchsgraphik. Diese schien aus dem "Atelier-Unterricht ... Kunstgewerbliches Entwerfen" hervorgegangen zu sein, nachdem in dieser Klasse der Unterricht im Batiken weggefallen war.(67)
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Anmerkung 61)
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