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5. ELSNER 1912-1914 |
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5. Künstlerischer Beirat und Leiter des Entwurfsateliers der Druckerei und Verlagsanstalt Otto Elsner in Berlin (1912 - 1914) Deffke bezeichnete sich selbst als "Künstlerischer Beirat und Leiter des Entwurfsateliers bei der Grossdruckerei und Verlagsanstalt Otto Elsner AG, Berlin"; an anderer Stelle nur als "Künstlerischer Beirat".(68) Eine Anfang 1914 erschienene Anzeige warb für das Atelier Deffke im sogenannten Elsner-Haus, dem Anfang 1914 gerade fertiggestellten, neuen Betriebsgebäude der Firma Elsner (WVZ Nr.164). Die Zusammenarbeit gestaltete sich vermutlich in der Art, daß er einerseits Elsners eigene Werbegraphik entwarf, andererseits für Firmen tätig war, die an Elsner nicht nur mit Druck- sondern auch mit Entwurfs-Aufträgen herantraten. Zusätzlich führte er von Elsner völlig unabhängige Aufträge aus. Nachweisbar sind sowohl zahlreiche Arbeiten für die Firma Elsner (WVZ Nr.163-190) als auch Arbeiten für andere Auftraggeber (WVZ Nr.1, 4, 5, 54, 234, 237), die vermutlich teilweise durch Vermittlung der Firma Elsner zustande kamen (WVZ Nr.34, 211, 212, 213, 343, 582, 584, 585, 586, 587-590, 592). Die erste Arbeit für Elsner - etwa Ende 1912 - die zugleich den Beginn der Kooperation markierte, war die Gestaltung des neuen Firmen-Signetes für diese Firma. Die enge Zusammenarbeit mit Elsner war für Deffke sehr erfolgreich. Es entstanden vier Arbeiten, die aufgrund ihrer künstlerischen Gestaltung als auch ihrer anspruchsvollen Drucktechnik von Laien und Fachleuten gleichermaßen gelobt wurden und Deffkes Ruf als hervorragenden Graphiker begründeten:
1. ein Kalender der Firma Elsner für das Jahr 1914 (WVZ Nr.177); 2. das Buch zur Inbetriebnahme des HAPAG-Dampfers "Imperator" (WVZ Nr.212); 3. der Prospekt für Schiffsreisen mit der HAPAG nach Amerika (WVZ Nr.213); 4. die sogenannte Elsner-Mappe (WVZ Nr.178).
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Außerdem beteiligte Deffke sich mit großem Erfolg an mehreren Plakat- bzw. Anzeigenwettbewerben, die seinen Namen national bekannt machten (WVZ Nr.56, 251-257, 269, 270). Der 1. Preis im Plakatwettbewerb des Deutschen Werkbunds e.V. für die Werkbund-Ausstellung in Köln, 1914, war dabei für Deffkes Reputation am bedeutendsten (WVZ Nr.255).(69) Bei Elsner lernte er den Reklamefachmann Carl Ernst Hinkefuß kennen, der seinen künstlerischen Stil sehr schätzte.(70) Zwischen den beiden entwickelte sich eine Freundschaft, die Ende 1915/Anfang 1916 zur Gründung eines gemeinsamen Ateliers - sie nannten es Wilhelmwerk - führte. Hier verband sich produktiv Deffkes künstlerisches Potential mit dem Organisationstalent von Hinkefuß.
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Anmerkung 68)
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